Zur Geschichte dieses Stammtisches
o
ganz genau weiß heute keiner mehr, wie alles anfing.
Überliefert ist aber, dass an einem Sonnabend im Jahre 1977 zwei
Menschen einen fürchterlichen Bierdurst hatten und somit
beschlossen, ein Lokal aufzusuchen. Wer das damals war, wollen
wir hier nicht weiter erörtern, es könnten sonst Vermutungen
über deren damaliges Alter aufgestellt werden, was in jedem Fall
nicht gut für ihre Söhne wäre. Die bevorzugten Lokale, in
denen an junge Menschen Bier ausgeschenkt wurde ohne nach dem
Alter zu fragen sind hingegen noch in guter Erinnerung, welche da
waren der Gasthof zur guten Aussicht in Stein, Adolf
Hentschel in Göritzhain oder aber auch Mumpitz,
was keiner weiteren Erklärung bedarf. Der Heimweg aus Stein oder
Göritzhain zu Fuß durch den Wald war zu früher Morgenstunde
dann mehr als einmal recht abenteuerlich, vermutlich bannte nur
der reichlich genossene Alkohol jegliche Gefahr.
wei Jahre
später wurde dann aus dem Duo ein Quartett und der damals
freitags angesiedelte Stammtisch zur lieben Gewohnheit. An
Lokalitäten gewannen unter anderem das Gartenheim Mitte,
damals noch unter "Joe", die Schmiede
in Taura und der Gasthof Mohsdorf an Bedeutung.
Dort wurden dann Unmengen von Mittweidaer oder Hartmannsdorfer
Pilsner getrunken und mit Goldkrone oder Boonekamp verdünnt. Der
Samstag danach fiel fast regelmäßig aus.
m Herbst
1983 stieß dann der fünfte Geselle zur Runde, als Tagungsort
kam die Stadiongaststätte dazu, damals
bewirtschaftet von "Manfred". Ansonsten
gab es nur geringfügige Änderungen in den Gewohnheiten,
lediglich wurde irgendwann einmal der Stammtisch von Freitag auf
Donnerstag verlegt. Dieser Tatsache geschuldet war dann auch,
dass die Wende an einem Donnerstagabend stattfand. Mit ihr kamen
erst das "Westbier" und dann später die Erkenntnis,
dass selbiges nicht so besonders schmeckt, dafür aber umso
teurer ist. In diese Zeit fiel auch die erfolgreich bestandene
Prüfung zum Elektromeister eines unserer Gründungsmitglieder,
wonach wir von Manfred der Einfachheit halber alle "Elektromeister"
genannt wurden. Damit wäre auch die Frage nach der Herkunft des
Stammtischnamens geklärt.
er Sechste
im Bunde wollte ab Frühjahr 1996 nicht mehr ohne Stammtisch sein
und mit ihm mauserte sich unsere Runde zu dem, was sie heute ist.
Da wird jetzt so manche Idee geboren und auch wieder verworfen,
man erhält Rat in allen Lebenslagen und aus dem Westbier wurde
wieder Ostbier. Das Stammlokal ist nunmehr das Gartenheim
Nord, da schenkt "Harald"
Hartmannsdorfer Pilsener aus. Seit Frühjahr 1999 wird einmal im
Monat gebowlt.
ückblick
auf das Jahr 2000: Nachdem am 11.11. des
Vorjahres probeweise gekegelt wurde, fallen ab 03.02. nunmehr
regelmäßig (im 4-wöchigen Wechsel mit Bowling) die Kegel. Ein
weiteres Novum war unsere Wanderung zu Himmelfahrt. Am 14.09.
wurde die Satzung des Stammtisches beschlossen, welche dann am 01.10.
in Kraft trat. Das Jahr schloss mit einem gemeinsamen
Weihnachtsbowling mit den Damen.
as Power-Jahr
2001: Am 25.01
wurde gemeinschaftlich von allen ordentlichen Mitgliedern die Stufe
Nr. 6 des Burgstädter Taurasteinturmes ersteigert. Gleichfalls im Januar haben unsere
Techniker ein Floß für die Fahrt zu Himmelfahrt im Rohbau
fertig gestellt. Am 07.02. erfolgten der Stapellauf und eine
Belastungsprobe. Die Jungfernfahrt des nunmehr auf den Namen
getauften Floßes "GERDRUHT" wurde am
01.05. zur äußersten Zufriedenheit aller durchgeführt.
Während der Fahrt erfolgte die Aufnahme von Harald Menzel als
Außerordentliches Mitglied. Der zweite Törn zu Himmelfahrt lief
bei Kaiserwetter mit Bier und Grill ab, weitere Fahrten folgten.
Am 04.10. beschloss der Stammtisch einstimmig, dass zur Deckung
der laufenden Ausgaben ab 2002 ein Jahresbeitrag von 20
von jedem ordentlichen Mitglied erhoben wird. Die Satzung wurde
entsprechend geändert. Seit 06.12. tritt der Stammtisch zu
besonderen Anlässen in einheitlich bedruckten T-Shirts auf.
m Jubiläumsjahr
2002 wurde das Quartalswiegen eingeführt um
Mutmaßungen über etwaige Gewichtszunahmen begegnen zu können.
Von Stammtisch-zu-spät-kommern wird ab sofort 1
Strafe kassiert, außerdem beim Kegeln je 50 Cent von allen
anwesenden ordentlichen Mitgliedern für jeden Kranz und jede
"Neun". Am 30./31.03. erfolgte die Floß-Saisoneröffnung
mit den Familien. Zum 01.05. wurde erstmals die Strecke Rochlitz-Lastau
befahren, zu Himmelfahrt am 08.05. ging es traditionsgemäß von
Wechselburg nach Rochlitz, auf dieser Fahrt ertrank leider eine
Brille. Seit diesem Jahr erhält der Eigentümer des Transporters
für den Floßtransport pro Fahrt 10 für seine
Aufwendungen. Am 13./14.08. ereilte auch uns das
Jahrhunderthochwasser, es hinterließ jedoch glücklicherweise
keine Schäden am Floß. Der Höhepunkt in diesem Jahr war die
Festwoche zum 25-jährigen Bestehen des Stammtisches: am 26.10.
überraschten uns die Damen mit einer Stammtisch-CD, vom 27.-29.10.
wurde ein Wochenende in Sinsheim verbracht und am 3.10. erfolgte
der Floß-Saisonabschluss. Das Jahr schloss wie jedes Jahr mit
einer Weihnachtsfeier mit den Damen (Kabarett+Mexikaner).
weitausend und
drei
erhielt am 17.01. unser Alterspräsident stellvertretend
für den Stammtisch den Fluthelferorden, am 01.02. übernahm
Thomas neben seiner Aufgabe als Umweltbeauftragter zusätzlich
den Posten als Schlichter. Am 12.04. erfolgte die Floßsaisoneröffnung von Wechselburg nach Rochlitz.
Die geplanten Filmaufnahmen des Mitteldeutschen Rundfunks für
die Sendung "Aussenseiter-Spitzenreiter" verliefen
seitens des MDR im Sande. Zum 01.05. fuhren wir von Rochlitz nach
Lastau und zu Himmelfahrt wie immer, dieses Mal bei extremem
Niedrigwasser von Wechselburg allerdings nur verkürzt bis nach
Sörnzig. Weitere Floßfahrten waren auf Grund der Trockenheit
und des damit verbundenen Niedrigwassers nicht durchführbar. Vom
12.-14.09. erfolgte die diesjährige Stammtischausfahrt an den
Bodensee. Die traditionelle Weihnachtsfeier mit den Damen fand
beim Griechen statt.
er Stammtisch in
der Krise: 2004 wurde probeweise nach Schließung des Karambolage
im Bellevue gekegelt, Mitte des Jahres
haben wir es dann vorerst ganz gelassen. Im März hat unser
Schlichter Thomas leider aus schwer nachvollziehbaren Gründen
dem Stammtisch vermutlich für immer den Rücken gekehrt. Hier
ein Bild aus besseren Tagen. Dies hat, auch weil unser
Frauenbeauftragter auf Grund seines Schichtplanes kaum noch
anwesend sein kann, den Fortbestand des Stammtisches arg in Frage
gestellt. Im Frühjahr und zu Himmelfahrt sind wir traditionell
Floß gefahren, der Saisonabschluss fiel wie im Vorjahr wegen
Niedrigwasser aus. In 2004 fand keine Stammtischausfahrt statt.
Weihnachten feierten wir mit den Damen im Gambrinus.
s geht aufwärts:
2005 wurde anlässlich der Floßfahrt zum 01. Mai
Jürgen unser neues Mitglied. Zu Himmelfahrt wurde wegen
schlechten Wetters eine Wanderung über den Gückelsberg nach
Göritzhain unternommen. Seit 25.08. ist Jürgen Ordentliches
Mitglied und nimmt den frei gewordenen Posten des Schlichters ein.
Die Kegelbahn Karambolage hatte wieder
seit Jahresmitte geöffnet, so dass wir nun wieder Kegeln gehen.
Im Oktober beging unser Alterspräsident seinen 50. Geburtstag.
Weihnachten feierten wir mit den Damen in L-O im "Backofen".
m Frühjahr 2006
führten wir bei sehr gutem Wasserstand mehrere Floßfahrten
durch, zu Himmelfahrt erfolgte wie im Vorjahr wegen schlechten
Wetters eine Wanderung. Auf Grund des Super-Sommers organisierte
dieses Jahr erstmalig jeder eine Gartenparty. Ende Juni wurde
Harald ernsthaft krank, der Weiterbetrieb des Gartenheims war in
Gefahr. Durch den heißen Jahrhundertsommer war ab Juni keine
Floßfahrt mehr möglich. Am 14.12. gab Harald als Wirt seine
Abschiedsparty, das Gartenheim Nord wechselte zum Jahreswechsel
den Pächter. Die gemeinsame Weihnachtsfeier mit den Damen fand
am 16.12. im Forsthaus Garnsdorf statt. Zum letzten Kegeln in der
"Mormel" am 28.12. wurde uns mitgeteilt, dass es ab
sofort keine Küche mehr gibt und ohne Essen werden wir dort auch
nicht mehr kegeln.
m 18. Januar 2007 tobte über
Deutschland der Orkan Kyrill, der Stammtisch fand trotzdem statt.
Im Zusammenhang mit der Sanierung der Lindenstraße hatten wir
die Idee als Stammtisch ein bis zwei Linden zwecks Begrünung zu
sponsorn, die Idee scheiterte jedoch übers Jahr an der starren
Haltung der Stadtverwaltung. Zu Himmelfahrt fand wie im Vorjahr
wegen schlechten Wetters eine Wanderung statt. Am 18.10. wurden
Katja und Marcel als außerordentliche Mitglieder in den
Stammtisch aufgenommen. Vom 26.-28.10. fuhren wir im Rahmen des 30-jährigen Stammtischjubiläums nach Meißen. Die Weihnachtsfeier mit den Damen ging
am 17.11. im Espitas in Chemnitz über die Bühne. Ende des
Jahres wurde ein neues Stammtischfoto mit unseren Wirtsleuten
Katja und Marcel für unseren Internetauftritt eingestellt, hier
das bisherige.
o gibt es für
2008 nichts Aufregendes zu berichten. Am 3. Juli
ermittelten wir in Mühlau erstmals unseren Stammtisch-Schützenkönig,
im gleichen Monat wurde unser Vorsitzender 50 Jahre alt und am 15.11.
fand unsere Weihnachtsfeier mit den Damen im Gartenheim Nord
statt. Floß wurde nur ein Mal im Frühjahr gefahren.
it dem Jahr 2009
verlegten wir das regelmäßige Bowling in das
neuerbaute Sportzentrum Burgstädt, seit 09.07. tragen wir neue,
von Onkel Herkules entworfene Hemden. Am 13.07. ging Onkel
Herkules zur 1. Hüft-OP nach Erlabrunn, am 28.10. folgte die
zweite Seite. Durch den Weggang von Katja aus dem Gartenheim
machte sich ein neues Stammtischfoto erforderlich, hier
das alte mit Katja.
nserer geneigten Leserschaft, die es nun bis hierher
geschafft hat, wünschen wir für die Zukunft alles Gute und uns,
dass wir noch lange Zeit diese gesellige Runde genießen dürfen.
Prost, uns allen zum Wohle!
Jörg Reinhold